John Graham

John Graham (*1942) fuhr mit siebzehn zur See, nahm mit Anfang zwanzig an der ersten und einzigen Direktbesteigung des Mount McKinley (Denali) in Alaska über die Nordwand teil, arbeitete als Kriegsberichterstatter im Mittleren Osten, in Afrika und Vietnam.

Sein Engagement ist eng verbunden mit seiner persönlichen Entwicklung vom Abenteurer zum Friedensstifter. Im diplomatischen Dienst war er beteiligt an Verhandlungen mit Muammar al-Gaddafi während der libyschen Revolution 1969. Als «US Foreign Service Officer» begleitete er unter schwierigsten Bedingungen und Lebensgefahr den Rückzug der amerikanischen Armee aus Vietnam. 1978 führte ihn ein Auftrag der UNO nach Südafrika. Dort traf er Robert Sobukwe, einen der Anführer der Anti-Apartheid- Bewegung. Graham setzte seine Karriere aufs Spiel, als er eine Koalition aus Drittweltstaaten organisierte, die die USA zugunsten der Apartheid-Gegner erfolgreich unter Druck setzte. Der UNO-Sicherheitsrat leitete in der Folge 1980 mit der Verschärfung des Waffenembargos gegen Südafrika einen wichtigen Schritt zur Beendigung der Rassentrennung ein.